Kinder- und JugendtageMeine Wurzeln liegen im Sauerland. Dort kam ich am 1. Februar 1965 in Örtchen Marsberg zur Welt. Für meine Mutter und meinen Vater, der als Pfarrer arbeitete, wurde es nie langweilig. Dafür haben meine jüngeren Brüder und ich gesorgt.

Nach der Grundschule besuchte ich das Gymnasium. Sieben Jahren lang, bis zum Abitur, war ich Klassensprecher. Mit 14 Jahren wurde ich zudem Schülersprecher meines Gymnasiums, ein Jahr später Stadtschülersprecher und zudem Mitglied der Bezirksschülervertretung. Quasi mein Einstieg in die Politik: sich für andere einsetzen. Sich für verschiedene Anliegen engagieren. Gemeinsame Interessen vertreten. Manchmal hartnäckig, aber immer freundlich.

Später als Abiturient habe ich mich in der Friedens- und Umweltbewegung engagiert. Gegen das Wettrüsten, für eine saubere Umwelt. Als 19-jähriger war ich Mitglied bei den Grünen und wurde in den Gemeinderat gewählt.

Nach dem Abitur arbeitete ich zunächst in einer Fertighausfirma und Papierfabrik im Drei-Schicht-System. Ich wollte mein erstes Geld verdienen und wartete gleichzeitig auf meine Anerkennung als Zivildienstleistender.

Meinen Zivildienst absolvierte ich in der Kinder- und Jugendaufnahme einer geschlossenen Kinder- und Jugendpsychiatrie. Während meines Studiums blieb ich der Klinik während meiner Semesterferien treu. Ich habe damals erfahren müssen, dass viele Kinder und Jugendliche unter unvorstellbar schwierigen Familienverhältnissen und sozialen Rahmenbedingungen aufwachsen müssen. Wenn ich heute Bildungschancen und faire Startbedingungen für alle Kinder und Jugendliche fordere, hat das auch viel mit diesem Wissen zu tun.

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