Magdeburg bekommt Regionalstandort des neuen Fernstraßenbundesamts

Ansiedlungserfolg für Magdeburg: Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt wird dauerhafter Regionalstandort des neuen Fernstraßenbundesamtes, wie der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka mitteilte: „Angesichts der bisherigen Benachteiligung des Ostens bei der Präsenz von Bundesbehörden ist das ein wichtiger und richtiger Schritt“, so Lischka. Für die Standortentscheidung sei unter anderem ausschlaggebend gewesen, dass die Behörde Fachpersonal an der Uni Magdeburg und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen gewinnen kann. „Das beweist einmal, welche Bedeutung eine gut aufgestellte Hochschullandschaft ist und die dynamische Entwicklung, die Magdeburg in den vergangenen Jahren genommen hat“, sagte Lischka.

Hintergrund:

Der Bund übernimmt spätestens ab 2021 die Verantwortung für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung für die Bundesautobahnen und weitere Bundesfernstraßen. Die gesetzlichen Grundlagen dafür hat der Deutsche Bundestag 2017 geschaffen. Dazu werden ein Fernstraßenbundesamt und eine Bundesfernstraßengesellschaft gründen. Das Fernstraßenbundesamt wird seinen Hauptsitz in Leipzig haben. Darüber hinaus wird es für die Regionen Nord (Hannover), West (Bonn), Mitte (Gießen) und Süd (offen) vier Nebenämter geben. Das Fernstraßenbundesamt obliegt die Durchführung von Planfeststellungsverfahren im Autobahnbereich sowie die Fachaufsicht über die Auftragsverwaltungen der Länder, die sich weiterhin um die Mehrheit der Bundesstraßen kümmern wird. Die Bundesfernstraßengesellschaft mit Sitz in Berlin wird 10 Regionalstandorte in der Rechtsform einer Niederlassung haben. Jede regionale Niederlassung wird wiederum 2 bis 5 Außenstellen haben. In der Gesamtzahl wird es bundesweit 30 Außenstellen der Bundesfernstraßengesellschaft geben. Darüber hinaus wird es 8 weitere temporäre Außenstellen geben, die z.B. bis zur Vollendung eines laufenden großen Autobahnprojektes arbeiten werden.