„Lischka trifft“ den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn am 2. Mai in Magdeburg

Bei meiner Talkrunde „Lischka trifft“ am 2. Mai 2018 habe ich den Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen-Behörde Roland Jahn zu Gast in Magdeburg. Der frühere Regimekritiker und Bürgerrechtler aus Jena war nach seiner Inhaftierung und späteren Zwangsausbürgerung aus der DDR im Jahr 1983 einer der wichtigsten Unterstützer der DDR-Opposition.

Wie hat Roland Jahn das Leben in der DDR erlebt? Welche Ereignisse und Entwicklungen der friedlichen Revolution im Jahr 1989 prägen seine Erinnerungen bis heute? Welche Bilanz zieht er nach rund 28 Jahren Aufarbeitung der Stasi-Akten und der SED-Diktatur sowie nach rund sieben Jahren als Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde? Wie sollen die Möglichkeiten zur Akteneinsicht und wissenschaftlichen Forschung für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden? – Ich freue mich sehr, darüber mit Roland Jahn am 2. Mai in Magdeburg diskutieren zu können, und hoffe, dass Sie meine Einladung dabei zu sein, gern annehmen.

Die Veranstaltung findet statt
am Mittwoch, den 2. Mai 2018 um 18.00 Uhr
im Familienhaus Magdeburg

Hohepfortestraße 14
39106 Magdeburg

Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Der Talkgast

Roland Jahn, geboren 1953 in Jena, gehörte in der DDR als Bürgerrechtler zur Opposition. Nach dem Abitur und Grundwehrdienst begann er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Jena. Anfang 1977 wurde er jedoch wegen öffentlicher Kritik an der Ausbürgerung Wolf Biermanns exmatrikuliert. Stattdessen musste Roland Jahn als Transportarbeiter „zur Bewährung in der Produktion“ beim VEB Carl-Zeiss-Jena arbeiten. Sein öffentlicher Protest gegen die DDR-Diktatur setzte sich fort, weshalb er im September 1982 verhaftet und später zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Wegen internationaler Proteste wurde er im Februar 1983 entlassen. Mit Freunden gründete er einen Monat später die oppositionelle Friedensgemeinschaft Jena, weshalb das DDR-Regime ihn im Juni 1983 ausbürgerte. Er ließ sich in West-Berlin nieder und wurde dort zum wichtigsten Unterstützer der DDR-Opposition. Mit dem Fall der Mauer begann für Roland Jahn als Redakteur des ARD-Magazins „Kontraste“ die journalistische Aufarbeitung der DDR. Im März 2011 wählte ihn der Bundestag zum neuen Beauftragten der Stasi-Unterlagen-Behörde, im Juni 2016 wurde er für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

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