Bund gibt mehr als 113 Millionen Euro für Breitband-Ausbau in Sachsen-Anhalt

Übersicht über alle Förderanträge aus Sachsen-Anhalt (Quelle: Wirtschaftsministerium LSA)

Übersicht über alle Förderanträge aus Sachsen-Anhalt (Quelle: Wirtschaftsministerium LSA)

Für 14 Kommunen in Sachsen-Anhalt rückt der Anschluss an schnelle Internetverbindungen näher: Bescheide über mehr als 113 Millionen Euro Zuschüsse aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes wurden am Dienstagabend in Berlin übergeben, teilte der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka (SPD) mit.

Laut Lischka erhält allein der zu seinem Wahlkreis gehörende Salzlandkreis Fördermittel von über sieben Millionen Euro. In Lischkas Betreuungswahlkreis Anhalt profitieren zudem die Städte Raguhn-Jeßnitz (1,8 Millionen Euro), Köthen (2,5 Millionen Euro) und Aken (1,1 Millionen Euro) von Bundeszuschüssen.

„Mit den Zuschüssen ist es den Kommunen endlich möglich, den Ausbau schneller Internetverbindungen zügig und unbürokratisch voranzutreiben“, sagte Lischka am Rande der Veranstaltung im Bundesverkehrsministerium, auf der die Fördermittelbescheide an die Kommunen übergeben wurden. „Schnelles Internet ist kein Luxus, sondern gerade in den vielen ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts ein wichtiger Beitrag zum Erhalt gleichwertiger Lebensbedingungen“, so Lischka und ergänzte: „Ganz zu schweigen von Unternehmen, für die der Anschluss ans Hochgeschwindigkeits-Internet schlicht existenzsichernd ist.“

Hintergrund: Viele Regionen Sachsen-Anhalts sind mit schnellem Internet noch unterversorgt, das heißt, es fehlen Internetanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s. Der Bund fördert daher den Ausbau der Versorgung mit schnellem Internet bis zum Jahr 2018 mit insgesamt vier Milliarden Euro. In Sachsen-Anhalt wird mit den Zuschüssen des Bundes und weiteren Fördermitteln des Landes zum einen die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke geschlossen, um für Netzanbieter den Ausbau in dünn besiedelten Region attraktiv zu machen. Kommunen beteiligen sich dabei an den Ausbaukosten der Telekommunikationsunternehmen. Zum anderen werden Betreibermodelle gefördert, bei denen Kommunen den Netzausbau in die eigene Hand nehmen, Leerrohre und Leitungen verlegen und diese anschließend an Netzbetreiber verpachten.

Veröffentlicht am:
21. März 2017

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