Praktikumsbericht von Sascha Bernert

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Burkhard Lischka und Sascha Bernert

Politik für Studenten: Sascha Bernert hatte kürzlich Gelegenheit, ein Praktikum im Berliner Büro des Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka zu absolvieren. Der gebürtige Stendaler studiert in Berlin Rechtswissenschaften und nutzte die vier Wochen im Bundestag, dem SPD-Politiker bei dessen Arbeit über die Schulter zu schauen und den Parlamentsbetrieb kennenzulernen. Seine Erfahrungen fasste er in einem Praktikumsbericht zusammen:

Nachdem ich drei Semester Jura studiert hatte, beabsichtigte ich, mir ein Bild von den Abläufen im Parlament und der Arbeit eines Bundestagsabgeordneten zu machen. Schließlich wollte ich aus erster Hand erfahren, wie Gesetze, die ich im Studium anwende, geschaffen werden und welche Stationen sie dabei durchlaufen. Daher war ich sehr erfreut, dass Burkhard Lischka als ein Bundestagsabgeordneter aus meinem Bundesland mir die Möglichkeit gab, ein vierwöchiges Praktikum in seinem Bundestagsbüro zu absolvieren.

Nach meiner Ankunft ging es ohne langes Federlesen sofort los, denn ich durfte eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis begleiten, die von Herrn Lischka in den Bundestag eingeladen worden war. Dadurch erfuhr ich zum einen Wissenswertes über die Geschichte des Hohen Hauses und bekam zum anderen einen Eindruck von der Größe und den komplexen unterirdischen Gängen der Abgeordnetenhäuser.

Im Büro wirkte ich bei verschiedenen Aufgaben mit. So bereitete ich eine Veranstaltung der Reihe „Lischka trifft …“ zum Thema Innere Sicherheit vor, indem ich die Lebensläufe und Positionen der Gäste zum Diskussionsthema recherchierte und entsprechende Fragen zusammenstellte. Daneben bereitete mir die Beantwortung von Bürgeranfragen viel Freude, denn sie eröffneten mir einen Einblick in ein breites Spektrum an politischen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Ebenso konnte ich mich bei der Zusammenstellung der Arbeitsgemeinschafts- und Ausschussmappen oder bei der Vorbereitung von Besuchen von Bürgerinnen und Bürgern einbringen.

In der ersten und letzten Woche, spürte ich das Leben und Gewimmel, das in den Bundestagsgebäuden herrscht, während das Parlament und die Ausschüsse tagen. Ich begleitete Herrn Lischka in die Sitzungen der Arbeitsgruppe Inneres der SPD und des Innenausschusses. Das aktuelle und brisante Ereignis im sächsischen Clausnitz, wo Flüchtende im Angesicht einer pöbelnden Menschenmenge einen Bus verließen, war Anlass einer spannenden und abwechslungsreichen Debatte im Innenausschuss, bei der unter anderem der sächsische Polizeipräsident angehört wurde. Auch die Reden im Plenum, die ich von der Tribüne beobachtete, waren geprägt von der Asylpolitik. So erlebte ich die Verabschiedung des Asylpakets II und eine Debatte über das Abkommen der Europäischen Union und der Türkei zur Bewältigung der Einreise Flüchtender aus Syrien.

Äußerst interessant empfand ich daneben die Veranstaltungen des SPD-Praktikantenprogramms, von denen ich mehrere besuchte. Schwerpunktmäßig beschäftigen sich diese mit der Befriedung des Syrienkonfliktes, wobei man durch den Besuch der US-Botschaft und durch ein Gespräch mit einem Beamten des Auswärtigen Amtes verschiedene Perspektiven auf dieses komplexe Thema aufgezeigt bekam. Aber es gab auch Gespräche und Diskussionen mit Vertretern aus der Wirtschaft oder der Nachrichtendienste, die sehr informativ und unterhaltsam waren.

Ich möchte Burkhard Lischka, Nicolas Geiger, Ines Jurat und Charlotte Schilling für die freundliche und offene Art, mit der ich im Büro willkommen geheißen wurde, und für eine erlebnis- und lehrreiche Zeit danken.