Talkrunde „Lischka trifft“ BND-Präsident Gerhard Schindler am 19.01.2016 in Magdeburg

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Talkrunde "Lischka trifft" BND-Präsident Gerhard Schindler am 19.01.2016 in MagdeburgIm Rahmen meiner Veranstaltungsreihe „Lischka trifft“ treffe ich bei meiner nächsten Talkrunde am 19. Januar auf einen interessanten Gesprächspartner: den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes Gerhard Schindler. Ein seltenes Ereignis, dass sich der Präsident eines Nachrichtendienstes einer Talkrunde stellt.

Normalerweise arbeiten nämlich unsere Nachrichtendienste wie der BND im Verborgenen. Doch nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden über das Ausmaß weltweiter Spionagepraktiken von Geheimdiensten ist im Zuge der Arbeit des NSAUntersuchungsausschusses des Bundestages auch der deutsche Auslandsgeheimdienst in den öffentlichen Fokus geraten. Fest steht, dass der BND mit dem US-Geheimdienst NSA über Jahre hinweg eng zusammengearbeitet hat und im Zuge dieser Zusammenarbeit möglicherweise auch europäische Unternehmen und Institutionen ausspioniert wurden. Der Präsident räumte ein, vielfach nicht informiert gewesen zu sein.

Sind unsere Geheimdienste außer Rand und Band? Hat sich der BND von dem entfernt, was er soll und was er darf? Wie lässt sich die Arbeit des BND künftig stärker regulieren und kontrollieren? – Diese und weitere Fragen werde ich am 19. Januar mit dem BND-Präsidenten Gerhard Schindler diskutieren. Ich freue mich sehr, dass er zugesagt hat. Und ich hoffe, dass Sie meine Einladung, an diesem Abend dabei zu sein, ebenfalls annehmen.

Der Talkgast

Gerhard SchindlerGerhard Schindler, 63, wuchs in Rheinland-Pfalz auf, leistete nach dem Abitur 1972 seinen Wehrdienst bei den Fallschirmjägern ab und begann anschließend das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes. Nach der Zweiten juristischen Staatsprüfung 1983 arbeitete Gerhard Schindler zunächst als Polizeivollzugsbeamter im Bundesgrenzschutz.

1985 wechselte er als Referent der Abteilung Zivile Verteidigung ins Bundesinnenministerium und wurde zwei Jahre später Referatsleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz. 1989 kehrte Gerhard Schindler ins Bundesinnenministerium zurück, übernahm dort 1993 die Leitung des Haushaltsreferats und wurde 1997 Ständiger Vertreter des Leiters der Zentralabteilung. Zwei Jahre später stieg er zum Leiter der Stabsstelle „Moderner Staat – Moderne Verwaltung“ auf und leitete ab 2003 die Unterabteilung Terrorismusbekämpfung.

2008 rückte Gerhard Schindler als Ministerialdirektor an die Spitze der Abteilung Öffentliche Sicherheit auf und verantwortete dort die Fachaufsicht über das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz. Dabei machte er sich einen Namen als Fachmann für kriminelle und terroristische Netzwerke. Er gilt außerdem als Experte für IT-Sicherheit und Computerkriminalität. Seit dem 01. Januar 2012 steht Gerhard Schindler als Präsident an der Spitze des Bundesnachrichtendienstes.

Um Anmeldung bei Teilnahme wird bis 12.01.2016 gebeten. Nähere Informationen finden Sie in der beigefügten Einladung.
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