Praktikumsbericht von Schülerpraktikant Felix Yumusak

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Burkhard Lischka und Schülerpraktikant Felix YumusakIch hatte an mein zweiwöchiges Schülerpraktikum keine speziellen Erwartungen, da ich anfangs noch nicht wusste, wie die tägliche Arbeit im Bundestag aussieht. Mein erster Eindruck war, dass das ganze Jakob-Kaiser-Haus sehr gut aufgeteilt ist und allein vom Gebäude ausgehend eine angenehme Atmosphäre herrscht.

Da Burkhard Lischka rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ist, kam ich mit dieser Materie mehr in Berührung als bspw. mit der Gesundheitspolitik. Nach kurzer Einweisung durfte ich bei einer Sitzung der Arbeitsgruppe Rechtspolitik der SPD-Fraktion anwesend sein, in der SPD-intern besprochen wurde, wie man sich bei den anstehenden Abstimmungen zu rechtspolitischen Gesetzesvorhaben im Plenum verhalten sollte – also mit Ja, Nein oder Enthaltung zu stimmen. Am nächsten Tag (Dienstag) wurden dann den übrigen SPD-Abgeordneten, im Rahmen der Fraktionssitzung, Abstimmungsempfehlungen gegeben. Am Mittwoch, im Rechtsausschuss, wurde von den Vertretern aller Fraktionen über eine Empfehlung, wie die Anträge zu entscheiden sind, abgestimmt. Später entschied das Plenum, ob die Anträge insgesamt abgelehnt oder angenommen werden sollten.

Neben diesem sehr praktischen Kennenlernen parlamentarischer Abläufe, durfte ich außerdem bei mehreren Plenarsitzungen zu Gast sein, bei denen es z.B. um den Optionszwang im Staatsbürgerschaftsrecht, die Mietpreisbremse und um die Vermeidung von Steuerhinterziehung auf globaler Ebene ging.

Insgesamt konnte ich zudem an vier Abgeordnetengesprächen teilnehmen, bei denen es um Umwelt-, Netz-, Gleichstellungs- und Mittelstandspolitik ging. Darüber hinaus besuchte ich während meines zweiwöchigen Praktikums die Hauptstadtstudios von ARD und ZDF und nahm an Führungen in verschiedenen Bundesministerien teil.

Das Interessanteste während des Praktikums war für mich, dass Politik greifbar wurde. Ich durfte bei Ausschüssen dabei sein, in denen Entscheidungen gefällt wurden, von denen man teilweise später in den Medien lesen konnte. Dies war eine spannende Erfahrung. Auch bei meinen Besuchen im Plenum machte es unglaublich Spaß, den Politikern zuzuhören, die man sonst nur aus Zeitung und Fernsehen kennt.