Echo zu Volksstimme-Artikel „Schullandschaft ändert sich und wirft Fragen auf“

Zum Artikel der Magdeburger Volksstimme „Schullandschaft ändert sich und wirft Fragen auf“ vom 25. Januar 2013 erklärt der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Schule, Sport, Burkhard Lischka (SPD):

„Wir alle haben uns über die Mitteilung unseres Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper anlässlich des diesjährigen Neujahrsempfangs gefreut, dass die Zahl der Geburten in unserer Stadt seit Jahren kontinuierlich wächst und mit 2.129 Geburten im vergangenen Jahr erstmals wieder das Niveau des Nachwendejahres 1990 erreicht hat. Damit einher geht in den kommenden Jahren ein entsprechendes Ansteigen der Schülerzahlen in unserer Stadt. Während umliegende Gemeinden genau mit dem gegenläufigen Trend, nämlich sinkenden Schülerzahlen und dem Erhalt ihrer Schulstandorte zu kämpfen haben, müssen wir in Magdeburg die erfreuliche Herausforderung meistern, für mehr Schülerinnen und Schülern zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Stadtrat und Stadtverwaltung sind dabei, hierfür die notwendigen Weichenstellungen vorzunehmen: Zum ersten werden die notwendigen Schritte eingeleitet, den Schulstandort „Nachtweide“ zu sanieren und in Zukunft hier ein weiteres kommunales Gymnasium zu etablieren. Sollten die Kapazitäten der derzeit bestehenden Gymnasien bis zur Sanierung nicht ausreichen, hat der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung grünes Licht für eine gymnasiale Beschulung am „Olvenstedter Scheid“ als Zwischenlösung gegeben.

In einem zweiten Schritt werden wir in den kommenden Wochen, rechtzeitig bis zum Schuljahresbeginn 2013/2014, auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle Kinder, die eine Integrierte Gesamtschule (IGS) besuchen wollen, einen Platz erhalten. Dafür bieten sich grundsätzlich drei Optionen an.

  • Eine Kapazitätserweiterung an den bestehenden Schulstandorten der IGS „Willy Brandt“ und der IGS „Regine Hildebrandt“.
  • Die Schaffung einer Außenstelle für beide integrierten Gesamtschulen
  • oder die Errichtung einer dritten Integrierten Gesamtschule im Stadtgebiet.

Für die beiden letztgenannten Varianten stehen notwendige Räumlichkeiten in unserer Stadt zur Verfügung.

Welche dieser Optionen sinnvoll ist, wird sich nicht zuletzt danach richten, wie viele Anmeldungen für die Integrierten Gesamtschulen in diesem Jahr vorliegen. Die entsprechenden Zahlen kennen wir, nach Anmeldeschluss, in wenigen Wochen.

In einem dritten Schritt müssen Stadtrat und Stadtverwaltung sich dann mit der Frage beschäftigen, welche Folgen die Einführung einer weiteren Schulform in unserem Land, nämlich der Gemeinschaftsschule, für unsere Magdeburger Schullandschaft haben. Ich kann hier nur die Empfehlung geben, die entsprechenden Planungen nicht über`s Knie zu brechen, sondern mit großer Sorgfalt vorzunehmen. Denn letztlich geht es darum, allen Schulformen in unserer Stadt eine gesicherte Zukunft und allen Eltern und Kindern auch in den kommenden Jahren die Möglichkeit zu geben, die Schulform zu besuchen die ihren Wünschen und Neigungen entspricht. Das werden wir als Stadtrat gewährleisten“.