Gleiche Rechte für „Regenbogenfamilien“

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Brigitte Zypries will gleichgeschlechtlichen Partnern die gemeinsame Adoption von Kindern ermöglichen. Denn Kinder wachsen in „Regenbogenfamilien“ genauso gut auf wie in anderen Familienformen, wie eine aktuelle wissenschaftliche Studie belegt: Entscheidend ist eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern.

„Heute ist ein guter Tag für alle, die auf Fakten statt auf Vorurteile setzen – gerade bei weltanschaulich besetzten Themen“, sagte die Justizministerin am Donnerstag in Berlin. Die Fakten rund um das Thema „Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ hat das Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg in Kooperation mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik in München in Form einer repräsentativen Studie vorgelegt.

Untersucht wurde, ob Kinder in so genannten „Regenbogenfamilien“ anders aufwachsen als die Altersgenossen in klassischen Familienformen. Das Untersuchungsergebnis ist eindeutig: Es gibt keine Unterschiede für das Kindeswohl durch die sexuelle Orientierung der Eltern. Entscheidend ist vielmehr eine gute Beziehung innerhalb der Familie. „Dort, wo Kinder geliebt werden, wachsen sie auch gut auch“, fasste Zypries zusammen.

Die Studienergebnisse will die Ministerin auch rechtlich im Zusammenhang mit Adoptionen umsetzen. Die bisherige Regelung erlaubt es nur einem Elternteil zu adoptieren; der andere Elternteil hat lediglich ein „kleines Sorgerecht“. Nach der Untersuchung besteht für den Gesetzgeber aber kein Grund, die gemeinsame Adoption für Lebenspartner nicht zuzulassen und diese damit anders als heterosexuelle Paare zu behandeln. Denn: „Familie ist dort, wo Kinder sind“, betonte Zypries.