SPD-Bundestagsfraktion lobt Otto-Wels-Preis aus – Kreativwettbewerb für Jugendliche

Berlin/Magdeburg. Am 23. März 1933 will Adolf Hitler in der Berliner Krolloper das Ermächtigungsgesetz zur Abschaffung der Gewaltenteilung vom Reichstag beschließen lassen. Die Kommunisten sind bereits teils im KZ, teils auf der Flucht. Vor und in der Krolloper sind SA- und SS-Leute postiert, um die Stimmberechtigten einzuschüchtern. Von SPD-Abgeordneten sind nur 94 anwesend, 20 weitere Sozialdemokraten sind bereits in „Schutzhaft“. Die SPD-Fraktion hält dem Druck stand und stimmt als einzige Fraktion geschlossen gegen das Ermächtigungsgesetz. Unter diesem Eindruck sagt der damalige SPD-Vorsitzende Otto Wels in seiner Rede: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Im Juli 1933 wird die SPD verboten, sozialdemokratische Politiker werden in KZs verschleppt.

Otto Wels (Foto: ADSD/FES)

Otto Wels (Foto: ADSD/FES)

Um die Erinnerung an die Schrecken der Nazi-Herrschaft wachzuhalten, verleiht die SPD-Bundestagsfraktion jedes Jahr den „Otto-Wels-Preis für Demokratie“.

„In diesem Jahr zeichnen wir junge Menschen aus, die sich in kreativer Weise mit der Zukunft Europas beschäftigen“, erklärt der Magdeburger SPD-Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka. „Mit dem Wettbewerb zum Otto-Wels-Preis möchten wir das Bewusstsein der jungen Generation dafür zu schärfen, dass die Grundlagen unserer Demokratie sowie des friedlichen Zusammenlebens der Völker immer wieder erneuert und gefestigt werden müssen“, so der Politiker.

Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren sind aufgerufen, sich im Rahmen des Wettbewerbs schriftlich, gestalterisch oder in anderer Weise kreativ mit der „Zukunft Europa(s)“ auseinanderzusetzen. Drei Wettbewerbsaufgaben stehen zur Auswahl. Die Jugendlichen können entweder ihre Vision für das Zusammenleben in Europa im Jahr 2030 gestalten oder anderen jungen Menschen Lust auf Europa machen oder sich mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus auseinandersetzen. Bei der Umsetzung der Aufgabe können unterschiedliche Darstellungsformen wie Reden, Grafiken oder Videos gewählt werden.

Einsendeschluss ist der 29. März 2016. Die Gewinner werden im Frühjahr nach Berlin eingeladen, die drei Bestplatzierten erwarten attraktive Geldpreise. Nähere Infos telefonisch unter 0391 – 50 96 54 75 oder im Internet unter www.spdfraktion.de/ottowelspreis.

Veröffentlicht am:
12. Februar 2016

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