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Rücktritt des Ministers ohne Alternative!
Berlin. „Dieser Schritt war alternativlos und hätte früher erfolgen müssen“, kommentierte Bundestagsabgeordneter Burkhard Lischka den Rücktritt von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg aufgrund der Plagiats-Affäre. „Eine Woche eher hätte mir der Schritt, die Ämter niederzulegen, Respekt abgenötigt“, sagte Lischka. Guttenbergs Argumentation, er habe die „Übersicht“ beim Schreiben der Dissertation verloren, sei schon lange nicht mehr haltbar gewesen. So zeigt eine Auswertung von Lischka, dass Guttenberg 67 Seiten allein aus Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes und aus Übersetzungen des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages in seine Dissertation übernommen hat. Lischka:
„Er hat den Bundestag im großen Stil zum Ghostwriter wider Willen gemacht.“ Nur vier von sieben Ausarbeitungen tauchten überhaupt in den Fußnoten auf.
Zu Guttenberg habe bei der Abgabe seiner Dissertationsschrift gegenüber der Universität Bayreuth eine ehrenwörtliche Erklärung abgeben müssen, dass die von ihm vorgelegte Arbeit eigenhändig von ihm verfasst wurde. „Diese Ehre hat er verloren. Insofern ist sein Rücktritt folgerichtig“, so Lischka. „Die künstliche Trennung zwischen dem „Wissenschaftler“ und dem Minister, die auch Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht hat, war von Anfang an nicht haltbar.“
Tags: Bundesverteidigungsminister, Guttenberg, PM, Rücktritt

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