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Nach Entscheid zu Ulrichskirche: „Keinen Stein mehr anfassen“

Magdeburg. Nach dem ersten Bürgerentscheid in Magdeburg hat der Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Burkhard Lischka aufgefordert, das Bürgervotum vom Sonntag gegen einen Wiederaufbau der Ulrichskirche zu akzeptieren. Lischka sprach sich klar auch gegen Suchschachtungen und eine archäologische Erschließung aus. „Alles andere wäre eine Veralberung und Missachtung der Bürgerinnen und Bürger“, so der SPD-Politiker. „Wir haben demokratische Spielregeln. Und eine der wichtigsten heißt: Mehrheitsentscheidungen sind zu akzeptieren.“

Drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger hätten sich gegen einen Wiederaufbau ausgesprochen. „Das ist ein eindeutiges Votum.“ Jetzt müsse Schluss sein mit der Debatte. „Das heißt auch, dass am Ulrichplatz kein Stein mehr angefasst und keine Suchschachtungen durchgeführt werden“, sagte Lischka. Die teuren Grabungen machten keinen Sinn, wenn man wisse, dass nicht gebaut werden solle. Zugleich rief Lischka Befürworter und Gegner des Wiederaufbaus auf, gegenseitige Beleidigungen und Angriffe zu unterlassen.

Bei einer Wahlbeteiligung von 56,3 Prozent hatten sich die Magdeburger am Sonntag, 20. März mit mehr als 76 Prozent der Stimmen gegen den Wiederaufbau der Ulrichskirche ausgesprochen.

Am 25. März 2011 unter "Aktuelles" + "Pressemitteilungen" veröffentlicht.

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