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Haseloff unverantwortlicher Schwätzer!
Der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka hat die Haltung von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister, CDU Spitzenkandidat Dr. Reiner Haseloff zur Atomenergie als unverantwortlich kritisiert.
Haseloff hat sich über Jahre konsequent als Atomkraft-Befürworter generiert. Selbst, als mitten in der Debatte um längere Atomlaufzeiten im Juli 2009 eine Panne im AKW Krümmel in Schleswig-Holstein zeigte, dass es absolute Sicherheit nicht gibt, betonte Haseloff, zu einem ausgewogenen Energiemix gehöre auch die Atomkraft. Später trat er dann SPD-Forderungen entgegen, als Bundesland gegen den Atomkonsens der schwarz-gelben Bundesregierung zu klagen.
Schon im Oktober 2008 hatte er für Atomkraft gestritten. In einem Chat der Landesregierung zum Thema „Prima Klima“ propagierte Haseloff die Idee verlängerter Laufzeiten offensiv, erinnerte Lischka. Haseloff damals: „Worüber ich aber anstelle des Bundes verhandeln würde, wäre eine Verlängerung der Laufzeit der bestehenden Atomkraftwerke.“ Lischka: „Er generiert sich als unverantwortlicher Schwätzer und redet immense Risiken schön!“
Lischka betonte: „Zum Atomausstieg gibt es keine Alternative. Japan lehrt uns: Atomenergie ist nicht beherrschbar. Selbst in hochindustrialisierten Staaten gibt es keine vollkommene Sicherheit.“ Wer auf Atomenergie und Uralt-AKWs immer länger am Netz lassen wolle, gefährde zudem tausende Arbeitsplätze im Bereich alternativer Energien in Sachsen-Anhalt.
Wenn Haseloff jetzt für eine „ernsthafte Diskussion über Konsequenzen“ eintrete und sich offenbar sogar Korrekturen zur Verkürzung der Laufzeiten vorstellen könne, sei das fadenscheinig und reinste Heuchelei. „Haseloff hat die Verlängerung der Atomlaufzeiten mitgetragen“, so Lischka. „Das muss er klipp und klar als Fehler benennen.“
Tags: Atomkraft, Haseloff, PM, Sachsen-Anhalt

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