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04.11.2010: SPD-Bundestagsfraktion im Dialog: „Der Patient – Kostenfaktor und Melkkuh?“
Burg. Auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion diskutieren am Donnerstag, 4. November, 18.30 Uhr, in der Stadthalle Burg Politiker, Ärzte und Akteure des Gesundheitssystems in Sachsen-Anhalt über das Thema „Der Patient – Kostenfaktor und Melkkuh?“ und stellen sich den Fragen der Gäste. Die beiden sachsen-anhaltischen Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka und Waltraud Wolff werden die Veranstaltung gestalten.
Beate Bröcker, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, Martin Wenger, Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt sowie Dr. Christoph Beck, Ärztlicher Leiter am Krankenhaus Burg und Gerriet Schröder von der AOK Sachsen-Anhalt diskutieren mit Waltraud Wolff, Burkhard Lischka und dem Allgemeinmediziner Dr. Michael Krause aus Möser.
Bei seinem Amtsantritt hatte Bundesgesundheitsminister Rösler ein robustes Gesundheitssystem, “das nicht alle zwei, drei Jahre reformiert werden muss”, angekündigt. Es sollte besser und dabei nicht teurer werden. “Die Versicherten werden keine höheren Beiträge zahlen”, hatte der Minister versprochen. Wahr ist: Der Beitragssatz wurde von 14,9 % auf 15,5% erhöht, der Arbeitgeberanteil eingefroren. Krankenkassen können seit Kurzem Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe festsetzen ein Versuch, die Kopfpauschale durch die Hintertür einzuführen. “Gesundheit darf kein Luxusprodukt werden”, fordert die SPD-Bundestagsfraktion und setzt dem schwarz-gelben Modell der unsozialen Kopfpauschale die solidarische Bürgerversicherung entgegen.
Das Gesundheitssystem wird für 70 Millionen gesetzlich Versicherter nicht besser, dafür aber massiv ungerechter und teurer. Patienten fühlen sich zunehmend als Kostenfaktor und Melkkuh in einem kranken Gesundheitssystem. Anstatt dieses nachhaltig und gerecht zu modernisieren, betreibt die Bundesregierung auch auf diesem Gebiet dreiste Lobby-Politik. Die Zeche bezahlen vor allem die gesetzlich Versicherten. Mit seinen Plänen, 500 Millionen Euro bei der hausärztlichen Versorgung einzusparen, verschärft der Bundesgesundheitsminister den ohnehin schon gefährlichen Ärztemangel vor allem auf dem Lande.
Grund genug, um über die Zukunft des Gesundheitswesens zu diskutieren: Was kommt auf Patienten und Mediziner zu? Ist Gesundheit in Zukunft noch bezahlbar? Wie ist die Situation in Sachsen-Anhalt? Welche Rezepte gibt es gegen Ärztemangel, insbesondere im ländlichen Raum?
Diese und andere Fragen sollen angesprochen werden.
Interessierte können sich über das Wahlkreisbüro von Waltraud Wolff, Telefon 039201/ 21201, Telefax 039201/29101, anmelden.
Tags: Burg, Gesundheitspolitik, PM, SPD-Bundestagsfraktion

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